Das verrät Ihr Stuhlgang über Ihre Gesundheit

Zwischen 6 Monaten und 3 Jahren schätzen Experten, dass der durchschnittliche Deutsche auf der Toilette verbringt. Doch trotzdem reden wir kaum über das „stille Örtchen“. Dabei gehören Urin und Kot zu unserem Alltag – und gerade unser Stuhlgang kann jede Menge Infos zu unserer Gesundheit beitragen.

Von der Häufigkeit, über Farbe bis hin zu Konsistenz, Flatulenzen, Geruch oder Schmerzen; all das und mehr gibt Ihnen Aufschluss über Ihre Gesundheit. Daher schauen wir uns jetzt einmal näher an, was uns der Stuhlgang alles verrät:

Stuhlgang – was ist das eigentlich?

Stuhlgang ist ein Begriff, der sich auf den Akt des Ausscheidens von festen Abfällen aus dem Körper bezieht. Diese Abfälle bestehen aus unverdauten Nahrungsbestandteilen, Wasser und anderen Stoffen, die der Körper nicht benötigt. Der Stuhlgang ist ein wichtiger Teil des Verdauungssystems und ein Hinweis darauf, dass der Körper ordnungsgemäß funktioniert.

Der Stuhlgang ist ein wichtiger Prozess des Verdauungssystems, bei dem unverdauliche Nahrungsbestandteile, Abfallprodukte und Bakterien aus dem Körper entfernt werden. Der Stuhl wird im Dickdarm gebildet, wo Wasser und Nährstoffe aus dem unverdauten Essen aufgenommen werden. Das verbleibende Material wird durch Muskelkontraktionen des Dickdarms zu einem festen Stuhl geformt.

Wenn der Stuhl ausreichend geformt ist, wird er durch den Enddarm und den Anus aus dem Körper ausgeschieden. Der Druck des Stuhls auf den Enddarm löst normalerweise ein Signal aus, das dem Gehirn signalisiert, dass es Zeit ist, zur Toilette zu gehen. Die Muskeln im Beckenbereich entspannen sich dann, um den Stuhlgang zu erleichtern.

Wie häufig hat ein gesunder Mensch Stuhlgang?

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass man einmal täglich Stuhlgang haben sollte. Laut Definition der Welt-Gesundheits-Organisation, bekannt als WHO, ist als normal zu bezeichnen, wenn man alle 3 Tage bis hin zu dreimal täglich Stuhlgang hat.

Welche Formen und Farben gibt es beim Stuhlgang?

Es gibt verschiedene Stuhlgangformen, die von Person zu Person variieren können. Einige der häufigsten Stuhlgangformen sind:

Typ 1: Hart und klumpig, ähnlich wie Nüsse. Dies ist ein Zeichen von Verstopfung und kann unangenehm sein.

Typ 2: Formstücke, die jedoch klumpig oder kantig aussehen. Auch dies kann auf Verstopfung hinweisen.

Typ 3: Formstücke, die eine glatte Oberfläche haben und eine weiche Konsistenz aufweisen. Dies ist die ideale Stuhlgangform.

Typ 4: Wie Typ 3, aber mit einer länglichen, geschmeidigen Form. Auch dies ist ein gesunder Stuhlgangtyp.

Typ 5: Stücke, die eine weiche Konsistenz und klare Ränder haben, ähnlich wie eine Wurst. Dies ist normalerweise kein Grund zur Sorge, kann aber auf eine übermäßige Wasseraufnahme hinweisen.

Typ 6: Wie Typ 5, aber mit bröckeligen Stücken. Dies kann ein Zeichen von Durchfall sein.

Typ 7: Flüssiger Stuhlgang, der keine feste Form hat. Dies ist ein Zeichen von Durchfall und kann auf eine Infektion oder eine Erkrankung des Verdauungstrakts hinweisen.

Eine gesunde Stuhlgangform ist in der Regel Typ 3 oder Typ 4, mit einer weichen Konsistenz und einer glatten, länglichen Form.

Verstopfung oder Durchfall können ein Zeichen für ein Problem im Verdauungssystem sein und sollten von einem Arzt untersucht werden.

Haltung auf der Toilette – so wird es entspannt

In der westlichen Welt sind wir es in aller Regel gewöhnt, auf die Toilette zu gehen, wenn wir „müssen“. Dabei setzen wir auf das Klo – und lesen, grübeln oder spielen am Smartphone. Diese sitzende Haltung ist damit unsere gewohnte Haltung beim Stuhlgang, dabei ist diese gar nicht so effektiv, wie Sie vielleicht denken.

Der Mensch entleert sich aufgrund seiner Anatomie viel besser in einer hockenden Haltung – auch bekannt als „natürliche Haltung“ oder Gebärposition. Das liegt an unserem Beckenbodenmuskel, der in dieser Haltung automatisch entspannt undso eine leichtere Entleerung ermöglicht. Zudem ist der Darm in der hockenden Haltung gerade, sodass er sich vollständig entleeren kann.

Wenn wir dagegen sitzen, ist der Beckenbodenmuskel angespannt und der Darm gekrümmt Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Kotreste im Darm bleiben. Zudem fangen wir an zu pressen; das kann zu Verletzungen führen.

Jetzt möchte sich wahrscheinlich nicht jeder gleich ein Sitzklo ins Badezimmer einbauen, doch wie können wir unsere Haltung anpassen? An sich sollten Sie sich leicht vorbeigen und Ihre Knie sollten sich auf der Höhe Ihrer Hüfte befinden. Dazu kann ein kleiner Hocker hilfreich sein.

Die Checkliste für eine gesunden Darm und einen entspannten Stuhlgang

Unsere Gesundheitscoaches haben für Sie eine Checkliste zusammengestellt, um Ihren Darm gesund zu halten:

  • Ausreichend trinken: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist entscheidend für eine gesunde Verdauung und eine regelmäßige Darmentleerung. Es wird empfohlen, täglich mindestens zwei Liter Wasser oder andere ungesüßte Getränke zu trinken

Folgen Sie diesen Schritten, um die Gesundheit Ihres Darms zu erhalten und einen entspannteren Stuhlgang zu erreichen. Weitere Informationen zu Ihrer Darmgesundheit und Ihrem Wohlbefinden finden Sie als Clubmitglied in unserem Jungbrunnen Gesundheitsportal.

Entspannter Stuhlgang, gesunder Darm

Wir sollten uns bewusst sein, dass eine gute Darmgesundheit nicht nur für unser Wohlbefinden, sondern auch für unser Immunsystem von großer Bedeutung ist. Deshalb sollten wir uns regelmäßig um unsere Verdauung kümmern und bei Unregelmäßigkeiten nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen.

Ein gesunder Stuhlgang ist ein wichtiger Indikator für die Gesundheit unseres Verdauungssystems. Wir sollten darauf achten, dass die Farbe, Konsistenz und Geruch unseres Stuhls normal sind. Wenn Sie Veränderungen bemerken oder Symptome wie Durchfall, Verstopfung oder Schmerzen auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um mögliche Erkrankungen zu diagnostizieren und zu behandeln.

Um die Gesundheit Ihres Darms zu erhalten, können Sie einfache Maßnahmen in Ihren Alltag integrieren. Zum Beispiel können Sie in unserem Fitnessclub trainieren, um Ihren Darm so gesund zu halten. Eine ausgewogene Ernährung mit basenbildenden Lebensmitteln und präbiotischem Gemüse unterstützt zusätzlich die Darmgesundheit. Zudem sollten Sie ausreichend Wasser trinken und auf zuckerhaltige Getränke, gebratenes Essen und Alkohol verzichten. Entspannungsmomente sind ebenfalls wichtig, um den Körper und den Darm zu entlasten.

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